Manche Menschen trifft man und weiß sofort, dass sie eine Geschichte mitbringen, die größer ist als ein normales Interview. Ed Rosenthal ist eine dieser Personen. (Foto: Jane Klein)
Ich begegnete ihm zum ersten Mal 2018 im Rahmen der ICBC in Berlin. Ed war für mich zu diesem Zeitpunkt bereits eine dieser Figuren, deren Name man immer wieder hörte, wenn man tiefer in die Geschichte von Cannabis, High Times, Homegrow und Legalisierung in den USA eintaucht. Eine Welt mit der ich mich damals anfing intensiver zu beschäftigen.
2023 verabredete ich mich mit ihm wieder auf der ICBC. 2024 traf ich ihn gemeinsam mit Jorge Cervantes auf der Mary Jane in Berlin. Und 2025 begegneten wir uns zufällig erneut – beim Humboldt Seed Company Pheno Hunt for Washers im Emerald Triangle in Nord-Kalifornien. Es war an der Zeit für ein ausführliches Interview.

Ed Rosenthal – Community OG
Zwischen Gesprächen über Genetik, Rosin, Washer-Phenos und Legacy-Kultur wurde mir wieder bewusst: Ed Rosenthal ist nicht einfach nur ein bekannter Name aus der Vergangenheit den man heute noch in der Community kennt. Er ist jemand, der fast jede wichtige Phase der modernen Cannabiskultur aus nächster Nähe erlebte, begleitet oder mitgeprägt hat.
Bevor es YouTube-Tutorials, Growforen, Discord-Gruppen und Cannabis-Influencer gab, lernten viele Menschen den Anbau von Cannabis durch Ed Rosenthals Bücher und seine legendäre „Ask Ed“-Kolumne im High Times Magazine. Er ist nicht einfach nur ein Autor, sondern auch eine der ersten ernsthaften Stimmen, die Cannabis nicht als böse Droge, sondern als Pflanze, Medizin und gesellschaftliches Thema behandelte.
High Times gab ihm den Namen „Guru of Ganja“. Doch dieser Spitzname greift eigentlich zu kurz.
Ed Rosenthal ist Autor, Aktivist, Publisher, Grow-Lehrer, politischer Organisator, Berater, Speaker auf Veranstaltungen und eine lebende, historische Figur im Kampf für die Legalisierung von Cannabis.
Wie er es im Interview selbst formulierte:
„Teaching people how to grow quality marijuana was one of my most politically effective activity.“
Mel Frank, Rolling Stone Magazine und ein Growbuch in der New York Times
Wenn Ed Rosenthal über seine frühen Bücher spricht, fühlt es sich an wie eine spannende Reise in die Vergangenheit.
Damals war ein Growbuch nicht einfach ein Produkt. Es war in einer Zeit, bevor es das Interner gab, ein ziemlich mächtiges Werkzeug.
Ed, wie hast du Mel Frank kennengelernt, und wie kam euer erstes Buchprojekt zustande?
„We were introduced by someone associated with Rolling Stone Magazine. I’m very proud that our 1978 edition of Marijuana Grower’s Guide was reviewed in the prestigious NY Times Book Section. No other cannabis grow book has ever had placement in this section.“
Die Zusammenarbeit mit Mel Frank (der auch für das erste High Times Cover verantwortlich war, das eine Cannabispflanze zeigte) führte zu einem der wichtigsten Grow-Bücher der frühen Cannabisgeschichte: Marijuana Grower’s Guide.

Dass die Ausgabe von 1978 in der New York Times Book Review besprochen wurde, war historisch ziemlich außergewöhnlich. Cannabis war illegal, stigmatisiert und wurde politisch verfolgt. Und trotzdem wurde ein Buch über den Anbau von Marihuana in einer der wichtigsten literarischen Institutionen der USA besprochen. In den späten 70er Jahren stellte das einen kulturellen Riss in der Wand dar.
Wer Menschen beibringt, Cannabis selbst anzubauen, nimmt dem Schwarzmarkt, dem Staat und später auch großen Unternehmen ein Stück Kontrolle. Genau deshalb war Grow-Wissen in der Prohibition auch immer politisch.
High Times, Tom Forçade und die Geburt eines Cannabis-Magazins
Ich selbst habe viele von Eds „Ask Ed“-Artikeln im High Times Magazine gelesen. Für mich sind sie ein Fenster in eine ältere, vergangene Cannabiswelt. Eine Welt, in der Grow-Wissen nicht per Suchmaschine verfügbar war, sondern nur über (mittlerweile staubige) Magazine, Bücher, wertvolle Gespräche, spannende Reisen und Erfahrung die weitergegeben wurde.

Du hast auch lange für High Times geschrieben. Ich selbst habe viele deiner „Ask Ed“-Artikel gelesen.
Wie begann deine Zusammenarbeit mit High Times?
„In the beginning Tom Forcade and I worked together to formulate the creation of the magazine. We had read this study about the growth in sales of rolling papers that did not match any growth patterns in tobacco. This indicated growth of MJ users. These figures would be used to attract advertisers. Forcade and I also planned out a series of articles that were used to create the earliest issues.“
High Times ist heute eine feste Institution und ein Archiv der Cannabis-Popkultur. Der Name wird mit Gegenkultur, Cannabis Cups, Aktivismus und Politik assoziiert.
Aber bevor High Times all das wurde, musste jemand überhaupt erst erkennen, dass es ein Publikum dafür gab.
Rosenthal erzählt von einer Studie über steigende Verkäufe von Rolling Papers. Diese Zahlen passten nicht zu normalen Wachstumsmustern bei zum Beispiel Tabakkonsum. Für Ed und Tom Forçade war das ein Hinweis: Die Zahl der Marihuana-User im den USA stieg an.
Diese Zahlen sollten dann helfen, Advertiser für das kommende High Times Magazine zu überzeugen. Sie machten sichtbar, dass Cannabis-Konsumenten keine vereinzelten Randfiguren waren. Es gab eine wachsende Community und somit auch eine potenzielle Leserschaft.
Ed Rosenthal und Tom Forçade planten auch eine Artikelserie für die frühen Ausgaben. Damit entstand nach und nach ein Magazin und eine mediale Infrastruktur für eine schnell wachsende Szene.
„Ask Ed“ und die Verbreitung von Grow-Wissen
Die „Ask Ed“-Kolumne wurde später eines der bekanntesten Formate von High Times. Menschen schrieben Rosenthal mit Fragen zu Pflanzen, Licht, Erde, Schädlingen, Sorten, Ernte, Trocknung und allen anderen erdenklichen Fragen zum Thema Cannabis-Anbau.

Wer damals Cannabis anbaute riskierte im Gefängnis zu landen und wer anderen erklärte, wie man Cannabis anbaut, stellte sich gegen ein System, das diese Pflanze am liebsten aus dem öffentlichen Leben entfernen wollte.
Ed Rosenthal machte dieses Wissen mit seiner Kolumne zugänglich – für alle: Patienten, Aktivisten, Hobbygärtner, Kiffer, Neugierige, Selbstversorger und Menschen, die keine Lust hatten, auf Dealer, schlechte Qualität oder staatliche Verbote.
Yippies, Smoke-Ins und Cannabis als politische Mehrheit
Ein wichtiger Punkt für Ed Rosenthals politisches Interesse stellt seine Verbindung zu den Yippies dar – der Youth International Party, einer anarchisch, medienbewusst und gegenkulturell geprägten Bewegung, die Cannabislegalisierung, Protestkultur und politische Provokation miteinander verband.
Wann hast du begonnen, dich politisch für Cannabis zu engagieren?
„My involvement with the Yippies was a catalyst. In 1977 at July 4th legalization rallies in DC I baited the cops in my Uncle Sam outfit. I also spoke regularly at the Ann Arbor rally. My message to marijuana users to get out the vote: ‘You are the majority. Marijuana is more popular than any politician.“
4. Juli 1977. Washington, D.C. Nationalfeiertag. Ed Rosenthal auf einer Demo im Uncle Sam-Kostüm. Cannabisaktivisten. Polizei. Das war eine Bewegung, die nicht brav um Erlaubnis bat, sondern öffentlich hart demonstrierte.
Diese Art von Aktivismus war typisch für diese Zeit. Auch bei der Ann Arbor Rally sprach Rosenthal regelmäßig. Seine Botschaft an die Cannabis-Komsumenten war klar formuliert:
„You are the majority. Marijuana is more popular than any politician.“
Heute, also in einer Zeit, in der immer mehr US-Bundesstaaten Cannabis einen Raum geben, scheint die Idee einer kulturellen Mehrheit plausibel. Aber damals war das eine Kampfansage an die Prohibition.
Homegrow als Aktivismus
Viele Aktivisten kämpften für Gesetzesänderungen. Rosenthal tat das auch. Aber seine vielleicht wirkungsvollste politische Arbeit lag seiner Meinung nach in seiner Aufklärungsarbeit. Er brachte Menschen bei, wie sie selbst Cannabis anbauen konnten.
„Teaching people how to grow quality marijuana was one of my most politically effective activity.“
Homegrow bedeutet Unabhängigkeit, Zugang, Selbstbestimmung und es ist ein Gegenmodell zur Prohibition. Für die Cannabis-Kultur damals bedeutete es, dass Wissen nicht exklusiv bei Dealern, Schmugglern oder später lizenzierten Unternehmen blieb.
Ed Rosenthals Bücher und Kolumnen machten aus Konsumenten potenzielle Grower und sind bis heute für viele eine wichtige Quelle.
Amsterdam: Die frühe europäische Cannabis-Kultur
Ein weiteres Kapitel in Ed Rosenthals Leben führt uns nach Amsterdam.
Du hast zeitweise auch in Amsterdam gelebt beziehungsweise warst dort regelmäßig unterwegs – in einer Ära mit Sam the Skunkman, Nevil, Ben Dronkers und Wernard.

Wie begann dieses Kapitel, und was genau hast du dort gemacht?
„I was commuting to Amsterdam on a regular basis studying commercial horticulture and bringing the techniques back home and applying them to indoor cultivation.“
Amsterdam war in dieser Zeit ein Knotenpunkt. Namen wie Sam the Skunkman, Nevil Schoenmakers, Ben Dronkers und Wernard Bruining wurden Teil einer globalen Cannabisgeschichte, in der US-Genetik, niederländische Anbautechnik und Gegenkultur miteinander verschmolzen.
Rosenthal bewegte sich in diesem Umfeld nicht als Tourist, sondern als jemand, der diese Kultur mitprägte und genau hinschaute: Wie kann Indoor-Anbau besser, stabiler und produktiver werden? Denn genau das war aufgrund des Klimas in Europa und auch unter dem wachsenden Druck in den USA gefragt.
Die frühen Cannabis Cups
Auch beim High Times Cannabis Cup in Amsterdam war Ed Rosenthal regelmäßig als Judge dabei. Seine Erinnerung daran ist typisch für jemanden, der genug erlebt hat, um sich nicht in übertriebene Nostalgie zu flüchten.
Wie erinnerst du dich an den ersten High Times Cannabis Cup, an dem du als Judge teilgenommen hast?
„If you remember too much, then you did not participate enough! I recall it being a smaller collection of individuals. At one time Nevil called out Sam the Skunkman for getting awards for genetics that Nevil felt originated with him.“
Den Satz habe ich so erst kürzlich von Robin „The Hammer“ Ludwig, dem Künstler hinter dem Cannabis Cup, gehört, den wir kürzlich im Interview hatten.
„If you remember too much, then you did not participate enough!“
Rosenthal beschreibt die frühen Cups als kleinere Zusammenkünfte von einzelnen Personen in denen Persönlichkeiten, Genetik, Rivalitäten und Pioniergeist dominierten.
Prop. 215 und der politische Durchbruch in Kalifornien

1996 stimmten die Menschen in Kalifornien für Proposition 215, den Compassionate Use Act. Damit wurde medizinisches Cannabis in Kalifornien legalisiert, obwohl Cannabis auf Bundesebene weiterhin nach dem Controlled Substances Act verboten blieb. Ein bis heute akutes Problem.
Ed Rosenthal war daran beteiligt, Funding für Prop 215 zu sammeln. Patienten brauchten seiner Meinung nach endlich Zugang. Strukturen mussten entstehen und Cannabis musste nicht nur als Idee, sondern als Versorgungssystem funktionieren.
In Oakland wurde Rosenthal Ende der 1990er-Jahre im Kontext des medizinischen Cannabis-Programms der Stadt tätig. 1999 wurde Ed Rosenthal als Officer of the City of Oakland autorisiert, Starter Plants bereitzustellen, damit medizinische Patienten ihr eigenes medizinisches Cannabis anbauen konnten.
Er belieferte lokale Dispensaries beziehungsweise Einrichtungen mit Pflanzen. Ihm wurde vom damaligen City Attorney mitgeteilt, dass er bei Einhaltung der Regeln vor einer Verhaftung und Strafverfolgung geschützt sei.
Das war genau der Widerspruch, der später vor Gericht explodieren sollte: Kalifornien erlaubte medizinisches Cannabis. Oakland versuchte den Zugang praktisch zu organisieren. Auf Bundesebene wurde Cannabis aber weiterhin nicht als Medizin anerkannt und war illegal.
Oakland und Ed Rosenthals Gerichtsverfahren
Als ich Ed nach den frühen Medical-Times in Oakland, zur Oaksterdam University und seinem Federal Trial frage, wird es spannend.
Nimm uns mit zurück in die frühen 2000er – deine Verhaftung und den Federal Trial.
Was ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben?
„All who participated did a great service to society. By the time my Federal Trial was over people all over the US took medical cannabis seriously. Media coverage no longer put quotation marks around the words medical marijuana in a mocking way.“
Am Morgen des 12. Februar 2002 wurde Rosenthals Nursery von der DEA durchsucht. Daraus folgte ein Federal Trial (Bundesprozess), der über seine Person hinaus Bedeutung erlangte.

Vor Gericht ging es nicht einfach nur um Pflanzen. Es ging um den grundlegenden Konflikt zwischen lokaler und staatlicher Cannabis-Politik auf der einen Seite und Bundesrecht auf der anderen.
Rosenthals Verteidigung argumentierte, er habe im Auftrag beziehungsweise im Rahmen des Oakland Medical Cannabis Program gehandelt. Die Bundesregierung und Staatsanwaltschaft betrachtete Cannabis dagegen weiterhin als illegale Substanz ohne akzeptierten medizinischen Nutzen.
U.S. District Judge Charles Breyer ließ zentrale Teile des medizinischen und lokalen Kontextes im Verfahren nicht oder nur sehr begrenzt zu. Die Jury erfuhr nicht vollständig, dass Rosenthal im Zusammenhang mit dem medizinischen Cannabisprogramm von Oakland gearbeitet hatte und die Arbeit damit legal war.
Das ist der zentrale Punkt: Die Geschworenen entschieden nach Bundesrecht über Cannabis-Anbau. Aber sie bekamen nicht die politische und medizinische Realität zu sehen, in der dieser Anbau stattfand.
Ed Rosenthal wurde schuldig gesprochen.

Die Jury bereut ihr Urteil
Was nach dem Urteil passierte, machte den Fall historisch ziemlich besonders.
Mehrere Juroren wandten sich nach dem Prozess an die Öffentlichkeit. Sie erklärten, sie hätten sich getäuscht beziehungsweise unvollständig informiert gefühlt, weil ihnen der Hintergrund und Rosenthals Verbindung zum Oakland-Medical-Programm nicht vollständig vorgelegen hätten.
Für Rosenthals Unterstützer wurde der Prozess damit zu einem Symbol: Nicht nur ein Cannabis-Aktivist stand vor Gericht, sondern das medizinische Cannabis-System Kaliforniens selbst wurde durch Bundesrecht unsichtbar gemacht.
Ein Tag Haft statt Jahrzehnte Gefängnis
Rosenthal drohten schwere Strafen. In Medienberichten war von möglichen, langen Haftstrafen die Rede. Am Ende verhängte Judge Breyer jedoch eine Strafe von einem Tag.
Juristisch war Rosenthal zwar verurteilt. Politisch war der Fall für die Prohibition jedoch ein Desaster.
Die Jury hatte sich teilweise gegen das eigene Urteil gestellt. Medien berichteten über Patienten, lokale Programme, das Bundesrecht und die Absurdität, dass medizinische Realität im Gerichtssaal scheinbar keinen Platz hatte.

Ed Rosenthal nutzte den Moment.
„By the time my Federal Trial was over people all over the US took medical cannabis seriously. Media coverage no longer put quotation marks around the words medical marijuana in a mocking way.“
Vor dem Prozess wurde „medical marijuana“ in Teilen der Medien oft mit Distanz, Spott oder Anführungszeichen, wie Ed sagt, behandelt. Nach dem Prozess mussten viele genauer hinsehen. Der Prozess machte medizinisches Cannabis nicht legal. Aber er machte es sichtbarer.
Ed Rosenthal heute: Indien re-legalisieren
Auch heute ist Rosenthal noch nicht im Ruhestand. Er reist weiterhin mit seiner Frau um die Welt, spricht als gefragter Experte auf Messen, berät Unternehmen, produziert modernen Content und schreibt weiterhin Bücher.
Du reist bis heute um die Welt, trittst auf Veranstaltungen auf, bist Autor, Publisher, Content Creator und berätst große Cannabis-Unternehmen.
Was sind deine aktuellen Projekte?
„My goal is to RE-Legalize India.“
Ed Rosenthal betrachtet Cannabis meist aus einer internationalen Perspektive. Indien ist für ihn ein Land mit tiefer historischer, religiöser und kultureller Verbindung zu Ganja, Charas und Bhang und ist ein Beispiel dafür, wie globale Drogenpolitik eine uralte, traditionelle Cannabiskultur kriminalisiert und verdrängt hat.
Der Begriff „RE-Legalize“ ist dabei wichtig – also wieder legalisieren.
Das zeigt eine Sichtweise, die bei Ed allgegenwärtig ist: Cannabis war in vielen Kulturen lange präsent, bevor die moderne Prohibition es kriminalisierte. Damit bleibt Ed seiner Linie treu.

Ed Rosenthal: Ein Rat vom „Guru of Ganja“
Am Ende frage ich Ed Rosenthal, welchen Rat er der jüngeren Generation geben würde – cannabisbezogen oder auch darüber hinaus.
Was würdest du jungen Menschen heute persönlich mit auf den Weg geben?
„Don’t be passive about injustice. To quote a former US Senator: ‘We all do better when we all do better.’ – Senator Paul Wellstone“
Das passt zu Ed Rosenthals Lebensgeschichte und auch zu seinem trockenen Humor.
Cannabis war bei ihm nie nur eine Pflanze, ein Markt oder Lifestyle. Es war für Ed immer auch ein gesellschaftliches Thema. Ed Rosenthal hat Cannabisgeschichte nie einfach nur kommentiert. Er hat sie mitgeschrieben.
Das tat er mit Büchern, Kolumnen, Rallys, Gerichtsverfahren, politischer Arbeit, wissenschaftlicher Neugier und einer radikalen Überzeugung: Menschen sollten nicht passiv bleiben, wenn Gesetze ungerecht sind.
Mehr als ein Interview
Ed Rosenthal findet man heute auf Instagram unter dem Usernamen @edrosenthal420. Seine Bücher und weitere Inhalte gibt es auf seiner Website edrosenthal.com. Auf YouTube veröffentlicht er auf dem Kanal Ask Ed 420 weiterhin Inhalte rund um Cannabis-Anbau, Wissen und Aktivismus.
Für mich war dieses Gespräch mehr als ein Interview mit einer bekannten Persönlichkeit in unserer Branche.
Es ist ein Stück Cannabisgeschichte – erzählt von jemandem, der dabei war, als aus Gegenkultur Bewegung wurde, aus Grow-Wissen ein politisches Werkzeug und aus medizinischem Cannabis ein Thema, das sich selbst vor einem Bundesgericht nicht mehr unsichtbar machen ließ.
Ed Rosenthal ist nicht nur der Mann, der Amerika das Growen beibrachte. Er ist mitverantwortlich dafür, wie sichtbar das Thema Cannabis heute ist.
Einige Quellen zum weiterlesen:
Los Angeles Times über den Rosenthal-Prozess und die Jury
Reason über Rosenthal, Jury und Bundesrecht
California Healthline zur Strafe von einem Tag
Justia – United States v. Rosenthal, Ninth Circuit 2006
SFGate zur aufgehobenen Verurteilung 2006
Oaksterdam University Bio zu Ed Rosenthal

Tolles Interview, sehr informativ und interessant, mach weiter so! Eines mit Jorge Cervantes wäre auch cool.